Teneriffa - weit mehr als eine "Rentner"-Insel

Sie liegen vor den "Säulen des Herkules", genau wie es einst Plato beschrieb: Die Kanarischen Inseln. Sind sie der 8. Kontinent, der als Atlantis teilweise im Meer versank? Eine gewaltige Naturkatastrophe beendete vermutlich auch das Dasein einer legendären Zivilisation.

Vor etwa 20 bis 2 Millionen Jahren gebar der Atlantik mit gewaltigen Vulkaneruptionen den Archipel der Kanaren.Sind sie die "Inseln des ewigen Frühlings" die einstmaligen "Gärten der Hesperiden", wo goldene Äpfel wuchsen? Die Hauptinsel Teneriffa mit ihren immergrünen blühenden Gärten und dem alles überragenden Teide entspricht wohl am ehesten diesem alten Mythos, der nicht ganz unumstritten ist.....
...hätte da nicht der Archäologe, Ethnologe und Weltumsegler Thor Heyerthal kurz vor Ende seines schaffensreichen Lebens auf Teneriffa eine beachtliche Pyramidenanlage entdeckt.

Statuen der letzten Guanchenkönige: großgewachsene, kräftige und hellhäutige Menschen waren sie , von ganz anderer Statur als die späteren Eroberer.

Das Erkennen dieser eigenen wieder entdeckten Geschichte bewirkt einen erstaunlichen Reflektionsprozess in der heutigen Bevölkerung der Kanaren.

Musik und Brauchtum sind in den Dörfern und kleinen Städten noch von urspünglichem Reiz und rustikalem Charme..

Blick vom Teide(3718m,) über den Pico Viejo (3134m) zur 50 km entfernten Nachbarinsel La Gomera. Vor allem im Spätwinter brodelt die Wetterküche und vermag vom tropischen Wolkenbruch, über einen blitzschnellen Tornado...

..bis hin zu meterhohem Schnee in den Canadas und auf dem Teide alles hervorzuzaubern.

Bergwandern ist auf allen Inseln ein Erlebnis. Da im Sommer die Temperaturen auch über 2000m heiß sind, ist gute Kondition nötig. Der gewaltige Basaltblock des Guajara erhebt sich mit seinen über 2700m über die Caldera der Canadas, dem gewaltigen Urkrater Teneriffas. Der Wind betätigt sich als "Bildhauer" an den bunten Bims- und Ascheschichten längst vergangener Eruptionen.
Blick vom Guajara hinunter zu den "Los Roques" und dem Parador, rechts im Bild, der täglich vom Linienbus angefahren wird. Blütenstand des Teide-Natternkopfs. Die endemische Pflanze wird bis zu 3m hoch und ist von blauen, violetten und roten Blüten übersät. Vom "Coral del Nino" blickt man am Teide vorbei, über das Meer bis zur Nachbarinsel La Palma, hinter der die Sonne im Meer versinkt.