La Palma - Nat-Ur-laub pur

"Wen Gott liebt, dem schenkt er Wasser und ein Leben auf La Palma" sagt ein palmerisches Sprichwort. Nur 90 000 Menschen bewohnen den westlichsten Vorposten der Kanaren im Atlantik. Massentourismus ist - Gott sei dank noch - kein Thema. Individualisten und Naturliebhaber gehören deshalb zu ihren Gästen oder erliegen ganz dem Reiz der Insel und werden zu Residenten.

Das Spiel der Passatwolken in den riesigen Kiefernwäldern zaubert am Fließband dramatische "Bühneneffekte". Blick vom Roque de los Muchachos über den Bejenada zur Cumbre Vieja, einem schlafenden aber gewaltigen Stratovulkan mit 120 Kratern. La Palmas Reiz besteht in der Reduktion der Farben, dem stählernen Blau des Himmels, dem gleißenden Weiß der Wolken, dem satten Grün der Wälder und dem monotonen Braun oder Schwarz der Böden.
Passatwolkenkaskade über der Cumbre Nueva
(Video)
Petroglyphen
Steinzeichnungen der letzten Ureinwohner La Palmas, der Guanchen.
Schiffsmuseum in Santa Cruz mit Nachbildung der Santa Maria. Columbus nahm auf den Kanaren letztmals Proviant und Wasser an Bord.

Eine seltsame Beklemmung beschleicht einen bei der spannenden Erkundung eines Lavatunnels, der durch den Ausbruch des San Juan 1938 geschaffen wurde.

Erst vor kurzen enträtselten Forscher, warum Geckos auf nahezu allen Materialien haften. Wie schön, dass sich der scheue Untermieter ab und zu zeigte....

Sonnenuntergang - man möchte meinen, dass die Natur täglich einen neuen Rekordversuch für das Guiness-Buch unternimmt.

Wer die Augen und Ohren offen hält, der bekommt auch so manchen Termin für lokale Highlights mit. Hier treffen sich die besten Viehzüchter nahe El Paso. Man sagt, eine gute Zigarre aus La Palma nähme es mit jeder Havanna oder Brasil auf. Schon Churchill schätzte das aufwändig in Handarbeit gefertigte edle Suchtkraut.

Musik und auch der Tanz der Kanaren lassen zahlreiche festlandeuropäische Wurzeln erkennen . Und doch finden die Canarios darüber mehr und mehr zu einer eigenen Identität.

Balcones - sie sind nicht sehr tief aber meistens schön. Idyll mit kleinen Schönheitsfehlern (im Hintergrund links) in Santa Cruz. Reizvolle architektonische Anblicke bieten sich in Mazo, einem kleinen Ort auf der Ostseite, hoch über dem Flughafen gelegen. Charmantes Chaos in der "wilden Siedlung" La Bombilla nahe Puerto Naos, deren Tage offenbar gezählt sind, geht es nach dem Willen der Inselregierung.