Florenz - Science-Hochburg des Mittelalters

Jede Kultur und Zivilisation hat der Nachwelt bestaunenswerte Zeugen hinterlassen, die es uns ermöglichen, die Leistungsfähigkeit von Wissenschaft, Kunst, Verwaltung und Politik einzuschätzen. Das Mittelalter war keineswegs eine finstere, kulturlose Zeit. In seinem Schoß liegen die Wurzeln unser neuzeitlichen Leistungsgesellschaft, die in gleicher Weise wie damals zum Fortschritt verdammt, vom Geld abhängig ist und in Spannung zu theologischen und politisch-sozialen Gedankengebäuden steht. Florenz war eine der Metropolen des Mittelalters, nach deren Pulsschlag sich ganze Epochen richteteten.

Traum aus Marmor: der Dom von Florenz. Zeugnis göttlicher und finanzieller Allmacht, der Kirche auf der einen und der reichen Fürsten und Bürger auf der anderen Seite. Blick vom Kuppelumgang gut 50 Meter hinunter in den Innenraum des Domes - dem viertgrößten Kirchenraum der Welt. Kein Lasthubschrauber und kein Hydraulikkran standen beim Bau zur Verfügung. Beutekunst: Ägyptischer Obelisk der einst vom Nil an den Arno transportiert wurde.
(Öffentlicher Park am Palazzo Pitti)

Neptunstatue mit Brunnen vor dem Palazzo Vecchio, geschaffen von Ammannati 1560.

San Lorenzo, eine der ältesten und schönsten Kirchen. Wenn die Predigt zu langweilig wurde, konnten die Gläubigen in dieser Kirche die Sternbilder studieren.

Sonderausstellung über das Universalgenie Leonardo da Vinci. Der Maler und Tüftler war auch ein ausgezeichneter Ingenieur und Visionär.

Wer hätte gedacht, dass diese Papprohre und ihre Nachfolger in nur 300 Jahren unser gesamtes Weltbild verändern würden?
Museum für Wissenschaftsgeschichte

Grabmal von Galileo Galilei in der Grabeskirche Sta. Croce, in der neben dem Naturwissenschaftler auch der Dichter Dante, Michelangelo und Rossini begraben sind.

Eine Science-Reliquie besonderer Art: Im Museum für Wissenschaftsgeschichte kann jene Linse bestaunt werden, mit der Galilei einst die vier größten Jupitermonde entdeckte.